Je nachdem, für welchen der verschiedenen Briefe man sich entscheidet, wirken sich die Zinsen unterschiedlich aus. Hat man sich für die ausschüttende Anlage entschieden, so erhält man die Sparbrief Zinsen immer am Jahresende ausgeschüttet, beziehungsweise auf ein Konto überwiesen. Wählt man dagegen die thesaurierende Anlage, dann werden die Zinsen am Jahresende dem Brief gutgeschrieben, wodurch sie mit der Zeit ein Zinseszins-Effekt einstellt. Und wählt man schließlich die abgezinste Anlage, dann erhält man auch hier die Sparbrief Zinsen auf den Brief gutgeschrieben und die gesamte Summe am Ende der Laufzeit ausgezahlt.
Sämtliche Sparbriefanlagen sind zumindest in Deutschland immer durch den Einlagensicherungsfonds abgesichert.
Die Banken, die die Briefe ausgeben, passen übrigens ihre Sparbrief Zinsen immer den aktuellen Geldmarkt-Bedingungen an. Das bedeutet für Sie als Kunde aber nicht, dass sich ihre zuvor festgelegten Zinsen ändern. Die bleiben ihnen auf jeden Fall bis zum Laufzeitende des Briefes erhalten. Was danach geschieht, wenn sie ihr Geld erneut anlegen wollen, können sie regelmäßig bei ihrer Bank erfragen, beziehungsweise auf deren Seiten im Internet in aller Regel nachlesen.
Wer sich Briefe bei ausländischen Banken im Ausland kauft, der sollte auf die Zinsauszahlungsbedingungen achten. Manche Banken zahlen die Sparbrief Zinsen erst am Laufzeitende auf einen Schlag aus, ohne dabei allerdings die Zinseszins-Effekte zu beachten. Dies mindert dann logischerweise den rechnerisch erreichten Zins um ein paar Prozentpunkte hinter dem Komma. Da werden dann aus vermeintlichen 5,00% schnell nur noch 4,881%.
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Banken und Kreditinstitute bieten ihren Kunden neben allerlei sonstigen Dienstleistungen auch Anlageprodukte an, die festverzinslich sind, also keinerlei Kursschwankungen unterliegen. Diese Produkte fallen unter den Begriff Sparbrief. Man weiss also schon beim Kauf des Briefes, welche Zinsen man jeweils am Jahresende über die gesamte Laufzeit erhalten wird.
Es gibt die Sparbriefe je nach Wunsch mit Laufzeiten zwischen einem und zehn Jahren. Ausserdem ist der Erwerb spesenfrei und es fallen in der Regel keine Kontoführungsgebühren dafür an. Zusätzlich sind die Briefe während der Laufzeit sogar beleihbar, falls man mal dringend Geld benötigt.
Die verschiedenen Banken bieten diese Anlageform auch zu unterschiedlichen Konditionen an. Bei manchen Banken kann man die Laufzeiten nur zwischen 1 und 5 Jahren wählen, andere bieten bis zu 10 Jahre an. Auch hinsichtlich des Anlagebetrages gibt es Unterschiede, so gibt es Banken, bei denen sie mindesten 2.500 Euro investieren möchten, während andere unter 5.000 Euro erst gar nicht anfangen, ihre gutes Geld zu verzinsen.
Übrigens kann so ein Sparbrief im Gegensatz zu einem Sparbuch während der Laufzeit nicht aufgestockt werden. Wenn sie also später zusätzliches Geld beiseite legen wollen, dann kaufen sie sich einfach einen neuen Sparbrief, allerdings haben sich dann meist die Sparbrief Zinsen geändert.
Bei den angebotenen Sparbriefen unterscheidet man übrigens zwischen drei verschiedenen Varianten:
- die ausschüttende Anlage
Hier werden Ihnen ihre Zinsen am Jahresende immer ausgeschüttet, also überwiesen, sodass sie am Ende der Laufzeit das ursprünglich eingezahlte Kapital erhalten.
- die thesaurierende Anlage
Hier werden die jährlichen Zinsen automatisch dem Guthaben zugeschrieben, wodurch sich durch den Zinseszins-Effekt der auszuschüttende Betrag von Jahr zu Jahr erhöht. Sie erhalten also dann am Auszahlungstag den ursprünglich eingezahlten Betrag samt aller Zinsen zurück.
- die abgezinste Anlage
Hier legen sie zu Beginn ihre Wunsch-Auszahlungshöhe fest, danach errechnet Ihnen ihre Bank den einzuzahlenden Betrag. Es ist also im Prinzip eine thesaurierende Anlage.
Übrigens, wer auf Nummer sicher gehen möchte und sich gleichzeitig nicht zu lange binden möchte, der teilt sein Geld in mehrere Beträge auf, die er jeweils getrennt in Sparbriefe mit unterschiedlicher Laufzeit investiert. So kann er sicher sein, für den fall der Fälle nicht allzu lange auf den nächsten Auszahlungstermin warten zu müssen. Und sollte man das dann freiwerdende Geld gerade nicht benötigen, kann man es ja erneut mittelfristig anlegen.
Alles in allem eignet sich der Sparbrief als Geldanlage, sofern man über genügend Barreserven verfügt.
Wer Bargeld übrig hat, macht sich in der Regel Gedanken, wie er dies möglichst sicher und gewinnbringend anlegen kann. Neben vielen verschiedenen Anlagemöglichkeiten bieten alle Banken auch den Sparbrief als Geldanlage an. Hierbei handelt es sich um eine sichere und auch garantierte Anlegemöglichkeit für Ihr Geld.
Der Kunde hat beim Sparbrief als Geldanlage die Wahl zwischen verschiedenen Anlegearten und –zeiten. Anders als bei Fonds werden hier die Gelder festverzinst und zwar über die gesamte Laufzeit gleichbleibend. Je nach Bank kann man bei den Laufzeiten zwischen 1 und 10 Jahre wählen. Welche Zeit man dann letztendlich wählt, hängt in der Regel von der eigenen persönlichen Planung ab, da man den Sparbrief nicht vor dem Ende der Laufzeit zurückgeben kann, also der Sparbrief als Geldanlage dient. Allerdings gibt es bankenunterschiedlich die Möglichkeit, den Sparbrief zu beleihen. Wer heute schon weiß, dass er zum Zeitpunkt X einen bestimmten Betrag benötigt, der wählt einen abgezinsten Sparbrief, sprich der heute einzuzahlende Betrag ist um die zukünftigen Zinsen und Zinseszinsen reduziert. Wer beispielsweise weiß, dass er in 10 Jahren 10.000 Euro benötigt, der kauft heute einen Brief in Höhe von rund 8.000 Euro. Die Differenz sind die über die Laufzeit anfallenden Zinsen samt Zinseszinsen.
Dann gibt es noch den Sparbrief als Geldanlage in der Form, dass die anfallenden Sparbrief Zinsen jährlich ausgezahlt werden und in der Form, dass die Zinsen immer angesammelt werden und erst am Ende der Laufzeit auf einen Schlag ausbezahlt werden. Das freut dann beispielsweise den volljährigen Enkel zum 18. Geburtstag. Übrigens fallen bei diesen Briefen keine Kontoführungsgebühren oder sonstige Kosten, etwa für die Kontoeinrichtung oder Kontolöschung an.
Aufgrund des Zinsunterschiedes zum Girokonto und zum Sparbuch eignet sich der Sparbrief als Geldanlage im besonderen Maße dafür, seine Schäfchen ins Trockene zu bringen. Wer allerdings stattdessen sein Geld lieber in Fonds steckt, sollte bei einem Vergleich nicht vergessen, dass Fonds zum einen Schwankungen unterliegen und zum anderen auch immer Ausgabekosten entstehen. Allerdings sind Sparbriefe als Geldanlage im Vergleich zu den Fonds eben unflexibel, da sie nicht veräußert werden können.
Alles in allem ist der Sparbrief als Geldanlage eine gute Möglichkeit, in wirtschaftlich unsicheren Zeiten den Aufs und Abs der Börse zu entfliehen und zumindest mit einem Teil des vorhandenen Vermögens auf Nummer Sicher zu gehen.