Banken und Kreditinstitute bieten ihren Kunden neben allerlei sonstigen Dienstleistungen auch Anlageprodukte an, die festverzinslich sind, also keinerlei Kursschwankungen unterliegen. Diese Produkte fallen unter den Begriff Sparbrief. Man weiss also schon beim Kauf des Briefes, welche Zinsen man jeweils am Jahresende über die gesamte Laufzeit erhalten wird.
Es gibt die Sparbriefe je nach Wunsch mit Laufzeiten zwischen einem und zehn Jahren. Ausserdem ist der Erwerb spesenfrei und es fallen in der Regel keine Kontoführungsgebühren dafür an. Zusätzlich sind die Briefe während der Laufzeit sogar beleihbar, falls man mal dringend Geld benötigt.
Die verschiedenen Banken bieten diese Anlageform auch zu unterschiedlichen Konditionen an. Bei manchen Banken kann man die Laufzeiten nur zwischen 1 und 5 Jahren wählen, andere bieten bis zu 10 Jahre an. Auch hinsichtlich des Anlagebetrages gibt es Unterschiede, so gibt es Banken, bei denen sie mindesten 2.500 Euro investieren möchten, während andere unter 5.000 Euro erst gar nicht anfangen, ihre gutes Geld zu verzinsen.
Übrigens kann so ein Sparbrief im Gegensatz zu einem Sparbuch während der Laufzeit nicht aufgestockt werden. Wenn sie also später zusätzliches Geld beiseite legen wollen, dann kaufen sie sich einfach einen neuen Sparbrief, allerdings haben sich dann meist die Sparbrief Zinsen geändert.
Bei den angebotenen Sparbriefen unterscheidet man übrigens zwischen drei verschiedenen Varianten:
- die ausschüttende Anlage
Hier werden Ihnen ihre Zinsen am Jahresende immer ausgeschüttet, also überwiesen, sodass sie am Ende der Laufzeit das ursprünglich eingezahlte Kapital erhalten. - die thesaurierende Anlage
Hier werden die jährlichen Zinsen automatisch dem Guthaben zugeschrieben, wodurch sich durch den Zinseszins-Effekt der auszuschüttende Betrag von Jahr zu Jahr erhöht. Sie erhalten also dann am Auszahlungstag den ursprünglich eingezahlten Betrag samt aller Zinsen zurück. - die abgezinste Anlage
Hier legen sie zu Beginn ihre Wunsch-Auszahlungshöhe fest, danach errechnet Ihnen ihre Bank den einzuzahlenden Betrag. Es ist also im Prinzip eine thesaurierende Anlage.
Übrigens, wer auf Nummer sicher gehen möchte und sich gleichzeitig nicht zu lange binden möchte, der teilt sein Geld in mehrere Beträge auf, die er jeweils getrennt in Sparbriefe mit unterschiedlicher Laufzeit investiert. So kann er sicher sein, für den fall der Fälle nicht allzu lange auf den nächsten Auszahlungstermin warten zu müssen. Und sollte man das dann freiwerdende Geld gerade nicht benötigen, kann man es ja erneut mittelfristig anlegen.
Alles in allem eignet sich der Sparbrief als Geldanlage, sofern man über genügend Barreserven verfügt.
